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Wenn junge Erwachsene als Hl. Drei Könige verkleidet durch die Kneipen ziehen…
“Blamieren und Kassieren”
(abgeändertes Motto von Stefan Raab´s Fernsehquiz)
Am Sonntagabend, des 6. Januars, trafen sich die angehenden Gemeindereferenten des Pauluskollegs (kath. Wohnheim der Religionspädagogikstudenten), um auf gewöhnliche Weise für die Dreikönigsingen-Aktion Spenden für das Kindermissionswerk in Aachen und dem BDKJ zu sammeln. Dies geschah jedoch zu einer ungewöhnlichen Zeit und noch gerade zu, an außerordentlichen Orten. Nämlich in Kneipen und anderen Lokalitäten, die noch zu später Stunde geöffnet und reichlich gefüllt waren.
Punkt 19.30 Uhr ging es zur ersten Segens- und Sammelpforte. Natürlich wurde dem Rektor des Pauluskollegs (Domvikar Hans-Jürgen Rade) der erste Besuch abgestattet und reich belohnt. Endlich konnte er seine mit hunderten, übers Jahr hinweg gesammelten, zwei, ein und fünf Centstücke in Schachteln gesammelt, uns übergeben. Danach folgten, nach einem kurzen geistlichen Impuls der Einstieg in die richtigen Lokale und Erlebnisgastronomien. Die Hemmschwelle sank zwar langsam und die ersten Sekunden waren eher eine Blamage, jedoch traute man sich von Zeit zu Zeit immer mehr, erklärte Konrad M. Spätestens, als man gemeinsam lautstark “Stern über Bethlehem” sang, war die Nervosität verschwunden. Was mich verwunderte, sagte Mareike D., dass die Leute so spendabel seien. Sie war eine der angemeldeten Sternsinger, die Weihrauch und Segensaufkleber in der Hand hielt, um zum einen die etwas andere gute Luft in den Wirtschaften zu verbreiten und zum anderen, auch Gottes Segen zu den Menschen zu bringen.
Stefan Drießen hatte die zwei, je etwa sechs Mann (mehr Frauen) starken Truppen von jungen motivierten Erwachsenen zusammen getrommelt und leitete sie durch Paderborn. Sogar ein Abstecher in die Bowlingbahn, in der es hieß, “schreie was das Zeug hält”, um überhaupt gegen die Geräuschkulisse der rollenden Kugeln und Gespräche der Gäste anzukommen, war möglich. Belohnt wurden sie stets mit Geld in Fülle und dies auch gerne. Die Sammeldosen füllten sich schnell.
Kein Wirt wagte es, mal kein Scheinchen zu rollen, oder gar die netten heutigen Sterndeuter aus dem Morgenland die Schranken zu verweisen. Manche Gäste waren ein wenig über den Weihrauch pikiert, mit dem es sich scheinbar schlechter essen und trinken ließe, jedoch wurde die Lage meist entspannt, nachdem sie ganz freiwillig einen kleinen Obolus entrichteten, wodurch die Weihrauchträger auch wieder das Feld räumten. Eine unbedingt wiederholungsbedürftige Aktion, pries Jennifer G., eine weitere Teilnehmerin, schlussendlich an. Erst Recht nachdem die Zählung ergab, dass sie innerhalb von nur zweieinhalb Stunden über 415 Euro für Not leidende Kinder in der ganzen Welt er”wirtschaftet” hatten.
Ein gesegnetes Jahr 2008 wünschen Ihnen die Sternsinger aus dem Pauluskolleg!
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